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Schussbegrenzung - der Testbericht
13.05.2016 07:55

Wie schlägt sich die Schussbegrenzung auf A - Plätzen?

Durch den Doppel Event und der Vorbereitung auf das Kleinfeld Turnier in Kainbach mit dem SSC geriet der erste Test der Schussbegrenzung zugegebenermaßen etwas in den Hintergrund.
Jetzt wo aber etwas Zeit bleibt, können wir einmal auf die Feuertaufe der neuen Schussbegrenzung eingehen. Zu diesem Thema, warum diese Idee oder Notwendigkeit, gibt es bereits einen interessanten Bericht "das Ende der Fließband-Tore".

Pioniere auf diesem Gebiet waren Peter Ofner und David Hais, welche stets bemüht sind den SFB up to date zu halten. Sie testeten die Schussbegrenzung am Fussballplatz am Strakaweg in Kagran.

Test Voraussetzungen:

Als Standardmaß wurden die 20 Schritte verwendet. Auf B - Plätzen ist das die klassische Mitte. Auf A - Plätzen beträgt das einen Übertritt von 4 - 5 Schritten Differenz zur eigentlichen Spielfeldmitte.
Alle Regeln bleiben gleich. Der Ball darf bis zur Mitte mit der Hand berührt werden und auch das Fischen ist erlaubt, solange ein Bein in der eigenen Spielhälfte bleibt.

Test Fakten:

Bei Peter und David handelt sich um zwei gestandene Torhüter. Der Eine bevorzugt eher Schüsse vom Boden während der Andere versucht mit dem Antrieb aus der Hand zum Erfolg zu kommen. Beide sind gute Konterspieler.
Nur als kleine Erinnerung. Im Herbst hatten die Beiden schon einmal hier gespielt und es hagelte satte 32 Treffer bei der regulären Begrenzung !!!

Im Spiel selbst erkannte man zunächst keine all zu großen Änderungen. Im Gegenteil. Zu Beginn fand sich Peter sehr gut mit den neuen Begebenheiten zurecht und verzeichnete drei Stangenschüsse. Daraus resultierte eine 2:0 Pausenführung. Auffällig war hierbei schon die Intensität der Defensive. Nicht jeder Ball saß automatisch. Als Torhüter hatten sie eine viel höhere Safe-Quote.

Nach der Pause gelang David das 2:1 nach einem Tormannfehler von Peter. Und hier kam der nächste interessante Aspekt. Trotz Schussbegrenzung stieg David aufs Gas und war nicht unbedingt dadurch eingeschränkt das er nicht mehr bis ganz zur Mitte kam. Trotz 20 Schrittebegrenzung hatte Peter im Tor alle Hände voll zu tun. Im Endeffekt zahlte sich dann der Schluss Run von David aus, der dann bis 10 Minuten vor dem Ende das Spiel zum 3:2 drehte. Am Ende schwanden Peters Kräfte und David konnte noch relativ überlegen und ohne Gegenwehr Peters drei Tore nachlegen. Am Ende gewann David mit 6:3. Ein mittelmäßig hohes Ergebnis, aber kein Vergleich zu Peters 21:11 Sieg im Herbst 2015.

Analytisch betrachtet (nach einem Spiel wohl gemerkt):

In der Offensive muss man wieder mehr überlegen, bzw. kreativer sein. Nur noch draufhauen geht hier nicht. Es fühlt sich wirklich so an als würde man auf einem B - Platz spielen. Um den Gegner im Tor ernsthaft zu gefährden muss man entweder mehr Zielen oder blitzschnell sein. Gelernte Fussballer dürften damit aber keine Probleme haben.

Im Konter ist man etwas eingeschränkt, aber nur dann wenn man nicht schnell ist. Ein Konter, perfekt und schnell angetragen, sofort nach dem Erhalt des Balles führt immer noch zum Erfolg. Da sind auch die 10-11 Schritte von der Schussbegrenzung zurück ins eigene Tor eine sehr große Distanz. Schnelles Anstürmen mit dem Ball in der Hand ist gedämmt, aber ein perfekter Konter sitzt nach wie vor.

In der Defensive haben Spieler natürlich nun etwas mehr Reaktionszeit. Die Safe-Quote ist wesentlich höher was das Spiel aber durchaus interessanter und Anschaubar macht. Bei einem Schützenfest mit 30 Toren haben Torhüter nicht versagt - nein - sie hatten bei den meisten Bällen einfach keine Abwehrchance. (ähnlich wie bei einem Elfmeter) Mit der perfekten Geschwindigkeit sitzt von der regulären Mitte aus einfach jeder Ball. Fehler sind nun doppelt bitter, weil man Tore nicht mehr so rasch aufholen kann. Somit ist es eher ein Umkehrschluss. Torhüter haben in Zukunft mehr zu leisten. Das beginnt bei der Konzentration über den eigentlich Safe.

Fazit und Resultat nach dem ersten Test:

Ist es eine Behinderung des Spiels? - Nein! Macht es mehr Spass? - ja durchaus!
Man ist als "Spieler" mehr gefordert. Das die Defensive mehr arbeiten "kann" ist ein Gewinn für das Spiel. Objektiv und neutral betrachtet wirkt ein Spiel wesentlich attracktiver wenn nicht 8 Bälle von 10 Schüssen im Tor landen, und wir stattdessen spannende und sensationelle Safes sehen.
Fällt ein Tor - wirkt das wesentlich emotionaler! Klar - in einem Spiel wo man weniger Torgelegenheiten bekommt, wirkt sich der Torerfolg höher aus.

Das Resultat aus diesem ersten Test war durchaus positiv. Gleich im Anschluss testeten Patrick Häubl und Mike Kraus diese Begrenzung. Nach spannenden 30 Minuten endete das Spiel 3:3.

PS: Diese Beiden werden demnächst um den SFB Wanderpokal gegeneinander antreten. Die Chancen stehen also nicht schlecht das wir demnächst die Schussbegrenzung in einem offiziellen Rahmen bestaunen dürfen...

PPS: Weil beim Doppelturnier häufig die Frage gestellt wurde... Die Schussbegrenzung zählt "nur" in Einzelspielen. Beim Doppelt bleibt alles wie gehabt.

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